Samstag, 2. Februar 2008

***ein Sonntagsspaziergang im Januar***

Start in Lognes

Gare (Bahnhof) de Lyon



An der Seine entlang...


Blick auf Notre Dame

ein Häuschen unter / an der Brücke


Sonntags nur für Fahrradfahrer, Inliner&Fußgänger!

auf dem Platz vor dem Pariser Rathhaus:

Zuckerwatte heißt hier übrigens Barbe du papa (also Vati´s Bart)...hihi

tja, und dann war ich noch in einer Ausstellung zu Comics von jüdischen Künstlern: Superman und Co. retten die Welt vor Hitler und dem Nationalsozialismus.

Januar: Feiern, Prüfungen und Disneyland:)


Im Januar haben wir dann auch trotz der Prüfungen ein bisschen meinen Geburtstag und Janas letzte Wochenenden gefeiert. An dem besagtem Tag haben wir mit den Mädels schön gebruncht und uns abends eigentlich nen ruhigen Abend mit Wein und Ligrettospielen gemacht – aber Mountakha, Almamy (mein Nachbar) und deren Freund Rico (italienischer Erasmusstudent vom letzten Jahr) kamen überaschend vorbei. Schick angezogen und mit Geschenken bewaffnet . wir haben sie dann einfach ins Ligrettospielen eingeführt und nett gequatscht.

Mount&Rico

Netterweise gab es an dem Wochenende, also am 19.1. eine weitere nuit curieuse in unserer ferme im Nachbarort – diesmal unter dem Thema turcish dilices, mit Teesalaon, Bauchtanz, aus dem Kaffeesatz lesen, türkischer Musik und natürlich Schischas (Wasserpfeifen) – draußen versteht sich, denn in Frankreich gilt ja auch seit 1.1. das Nichtrauchergesetz.


Disneyland: angefangen haben wir gleich mit der Hauptattraktion – dem Space Mountain…aber auch sonst haben wir so gut wie alles mitgenommen, haben mit Buzz Lightyear (toy story) das Spielzeuguniversum gerettet, sind mit der Indiana Jones Bahn gefahren..außeredem in Tassen, durch eine Miene usw.…waren im Gruselhaus und haben uns die Parade mit allenmöglichen Disneyfiguren angeschaut. Es stand nun nicht direkt ganz oben auf meiner großen Wunschliste, aber 1. kann man die Nähe zu von Lognes zu Disneyland nicht leugnen (mussten nur 15 min. mit der Bahn fahren) und 2. wenn man über Freunde kostenlos reinkommt, darf man da überhaupt nein sagen? Es war auf jeden Fall sehr lustig und schön und da Ende Januar war, mussten wir auch kaum anstehen. Trotzdem schien ab uns zu die Sonne und am Ende des Tages waren wir drei (Jana, Melanie und ich) ganz schön fertig – doch ganz schön anstrengend, einen ganzen Tag mal wieder Kind-sein;)



Tja und ansonsten, haben wir Jana mit ein paar letzten Runden Ligretto verabschiedet, es gab eine kleine Abschiedsparty in Torcy (da ja nun die Ende des 1.Semesters und damit die Heimkehr einiger Erasmusler bevorstand)...da haben wir dann nochmal ausgewertet, noch Pläne für die nächsten Wochen gemacht und die kleinen Tipps und Tricks der Italiener gelernt: wenn die Vermietung, dir sagt, du musst Dienstag ausziehen, dein Flieger geht aber erst Freitag - was machst du? bei Freunden einquartieren? falsch, einfach den Schlüssel nachmachen und weiter drin wohnen...

***mein Praktikumsplatz***

Die maison des sciences de l´homme (kurz MSH):



und unser Büro der Groupe Weimar:



Dienstag, 29. Januar 2008

Dezember, Dezember...lang ist es her;)


Elli und Basti waren da (Elli kam mit dem Flieger und Basti haben wir am Bahnhof einen Tag später abgeholt – da hatten wir also auch ein bissel Zeit zu zweit:) )
Tja, und weil sie an einem Wochenende da waren – und zwar auch noch an einem 1.Sonntag des Monats, gab es neben dem normalen Touriprogramm auch Museumsbesuche (Freitag abend ist im Louvre kostenlos für alle unter 26 und an besagten Sonntagen ist in vielen anderen Museen freier Eintritt – wir waren im centre pompidou). Also haben wir uns die Mona Lisa, Aphrodite und einige andere klassische Kunstwerke am Freitag angeschaut und sonntags dann der Besuch bei einer zeitgenössischeren Ausstellung, inklusive einem Projekt, dass französische Streetart-Künstler vor Publikum malen und austellen ließ – sehr eindrucksvoll!!! (sonntags hatte es auch geregnet, also perfektes Museumswetter).

Abends waren wir in kleinen Bars auf der rue oberkampf und am Montag haben wir das ganze mit Elli noch mit einem kleinen Einkaufsbummel im Outletshoppingcenter von val d´europe abgerundet (und wie die Elli nun mal ist, weiß sie besser, was ich anprobieren muss als ich und ich hab mir darauf einen schönen neuen mantel gekauft:) )
Bin das Wochenende danach übrigens „extra“ noch mal nach la defense gefahren – weil wir das bei unserer Tour nicht geschafft hatten und hab das mal bisschen festgehalten. Da gab es dann auch einen weihnachtsmarkt – ähnlich wie bei uns, nur der glühwein war nicht sooo lecker.


telethon in lognes: der Telethon ist eine art Spendenmarathon für Hilfsbedürftige und dabei werden in fast jedem Ort in Frankreich ganz unterschiedliche Aktionen angeboten. Bei uns in Lognes war es ein Fußballturnier, dass von 10uhr abends bis 10uhr morgens andauern sollte…nun ja, dachten wir uns, können wir doch auch teilnehmen – zusammen mit unseren „Klassenkameraden“ Amar, Maxim, Samuel und dessen nachbarn Joel, den wir bis dahin noch nicht so recht kannten. Da mussten wir dann schon mal bis Mitternacht auf Joel warten, weil dieser von Arbeit kam – bis dahin liefen aber schon einige Spiele und die Jungs (jawohl, nicht wir Mädels) bekamen Angst vor den potenziellen Gegnern. Lange Rede, kurzer Sinn, nach ewigem hin und her hat man(n) sich dazu durchgerungen, wenigstens ein Spiel gegen die „altere“ Liga zu spielen und danach sind wir, wie wir Mädels fanden, ruhmlos nach hause gefahren…Jungs! Am Ende haben wir Mädels (also Sarah und ich) noch ein Gruppenbild mit unseren „Gegnern“ gemacht..war eigentlich ganz lustig und so haben wir dann immerhin Joel kennengelernt (der auch mal zu Erasmusparties in Lognes und dem Nachbarort Torcy mitkam und uns auch die Karten für Disneyland besorgt hat).


Sam&Amar Joel





Kurz vor der Heimfahrt gab es dann auch noch ne kleine Weihnachtsfeier von unserem service des relations internationales. Mit Essen, Trinken, Wichteln und anschließendem Barbesuch in Paris (der war nicht so weltbewegend und die Italiener kamen wie immer zu spät, aber passt schon;) ).
José verteilt Geschenke

Leoluca und Anna
Seon Jong und Sun Jung
Melanie, Pepe, Denis, Livia, Leoluca

Mittwoch, 23. Januar 2008

...lange nichts mehr geposted...sorry

Hallo ihr Lieben,
ich weiß schon, mittlerweile ist mein Aufenthalt schon fast wieder vorbei und ich habe lange nix mehr von mir hören lassen. Das lag aber nicht nur an meiner Faulheit, sondern auch daran, dass sich erst nach einem Monat Warten und einer Bestechung mit Knusperflocken, Mountakha - mit dem ich mir das Internet teile - (was heißt teilen, darf es ja netterweise kostenlos mitbenutzen), wieder aufgetaucht ist. Hatte diese Hoffnung eigentlich schon aufgegeben.
Tja, passiert ist seit Ende November natürlich auch viel: Elli und Basti waren da, wir haben am Telethon (ein Benefizfußballtournier) teilgenommen, ich hab mich ein wenig in den Weihnachtsstress der Pariser gestürzt und war zu hause...aber dazu demnächst mal ausführlicher.
Habe nämlich gestern drei Stunden Prüfung geschrieben - natürlich auf französisch und hab deshalb grad nicht so Zeit, aber ab nächster Woche ist es wieder ruhiger und dann gibt es mehr Informationen.
Bis bald,
Küsschen aus Paris

Dienstag, 20. November 2007

Wenn einer einen Streik macht…oder: wenn Sardinen sich wohl fühlen

Montag, 19.November – Streik, Tag 6.
Man möchte meinen, ich hätte bei den vielen Streiks hier im Mutterland der Streiks unendlich viel Zeit zum schreiben und könnte mich ja eigentlich über die viele Freizeit freuen. Denn wenn kein Zug rollt, kommt auch kein Prof zur Uni, ergo wurden erstmal alle Kurse auf unbestimmt verschoben. Aber erstens wohn ich halt im Vorort und Freizeit macht meistens nur Spaß, wenn man nach Paris reinkommt und zweitens liegt der Hund im Detail begraben. Auf „unbestimmt“ wird heißen, dass wir das Ganze im Dezember oder Januar nachholen werden – oh lala.
Tja und naiv wie ich bin, dachte ich, irgendeine Bahn wird schon rein- und rausfahrn – also auf zum Praktikum (da konnte ich schließlich auch die letzten 6 Tage nicht hin). Und so beginnt meine kleine Geschichte von der kleinen Manja, den Streik von einer interessanten Seite zu sehen bekam. Lest, was dann geschah:
Naja, ich jedenfalls gegen 10Uhr los zur RER (= S-Bahn) Station…musste nicht mal lang warten und schon war ich auf dem Weg in die Stadt. In der Innenstadt angekommen, muss ich immer noch umsteigen und 6 Stationen mit der Metro fahren. Und obwohl meine Metro mit 1 von 2 Zügen (also immerhin alle 6min.) recht gut besetzt war, quillte der Bahnsteig quasi über und eine volle Bahn nach der anderen fuhr ein. Irgendwann konnt ich mich endlich in eine reinquetschen – Sardinen haben dagegen viel Platz (und natürlich quetscht sich jede Station noch jemand dazu – mit schubsen, drängeln usw.). nach einiger zeit kam ich also an und nehme noch die letzten Meter zu Fuß zum MSH (maison de science de l´homme). Soweit so gut, es ist 12Uhr.
Praktikums selbst lief ohne große Vorkommnisse und ich via Internet immer mal wieder die Lage im Transportwesen gecheckt. Um 17Uhr trete ich meinen Heimweg an, da ich hoffe mit der allgemeinen rush hour wird es wenigstens ein paar Züge geben (im Internet hieß es seit 13Uhr Linie A trafic quai nul – richtig verstanden, sollte eigentlich so gut wie gar nix gehen). Voller Hoffnung stapfe ich also extra zu einer anderen Station, weil da vielleicht weniger los (das war gar nicht so dumm, denn an meiner „eigentlichen“ Station gabs ne riesen Schlange den Gang zur Straße hoch und Bahn-Mitarbeiter mussten die Leute einweisen und konnten nur stoßweise einen Trupp zum Gleis lassen, Polizei natürlich anwesend). Die Sardinenfahrt nahm seinen lauf – frische Luft wird ja auch allgemein überbewertet – und irgendwie landetete ich endlich in chatelet / les halles, meiner Umsteigestation. Dummerweise denken die Leute nicht dran, erst die Aussteigenden raus zu lassen und dann einzusteigen – wär ja sonst auch viel zu einfach und übersichtlich. Aber was soll´s, ich hab nen großen Bruder und meine kleine Schwester ist auch größer als ich – schubsen kann ich auch!
Im RER-Bereich angekommen, wurde es dann schon gespenstisch ruhiger, vor allem für diese Zeit. Nun ja, was soll ich sagen, den Bericht quasi vorgeschrieben habe ich nun am Gleis, wartend ob noch was geht. Da kam auch schon bald die Durchsage, dass weder ein RER A, B, C, D oder E fahren würde (wer will auch schon in die Vororte raus). Ich sah mich schon meinen Chef vom Praktikum anrufen, ob ich heut Nacht bei ihm schlafen konnte, wollte aber erstmal noch etwas ausharren. Wenn nur die Hälfte geht, muss die andere Hälfte sich ja was dabei denken, einfach zu bleiben und zu warten. Erstmal warten…
Und das hat sich bewährt – 18:22Uhr endlich die rettende Durchsage, dass in ca.40min. ein Zug nach Marne la Vallée fahren würde. Kurz vor 18Uhr – man beachte, um 6!, eine Schicksalszahl mittlerweile - bin ich mal hoch in die Halle gelaufen um zu schaun, ob sich nicht doch ein Mitarbeiter finden lässt, für irgendeine Aussage. Die Schalter waren natürlich zu, aber aus irgendeiner Seiten- / Geheimtür kamen zwei jünger Frauen. Ich also sofort hin und gefragt, ob es was Neues gibt. Man warte auf die Spätschicht. Sind da ein paar Lokführer dabei, könnten noch ein paar Züge fahren.
19:14Uhr fährt der Zug ein. Die Sardinensache hatte ich ja glaub ich schon das ein oder andere Mal angesprochen. Und da waren echt Leute dabei, die in dem Abschnitt in Paris Stadt nur 1 oder 2 Stationen mitgefahren sind (obwohl ja die Metros viel besser getaktet waren). Nun denn, Ankunft in Lognes konnte dann 20Uhr verzeichnet werden…und erstmal raus in den Regen, schnell zum Wohnheim laufen.
Hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich normalerweise von Tür zu Tür zum Praktikum 45min. brauche? Ach ja und morgen, also Dienstag streikt der Dienstleistungssektor gleich noch mal mit – hoffentlich hab ich wenigstens Strom.

Mittwoch, 7. November 2007




THE SHINS…muss ich da noch mehr sagen? Was für ein Konzert, was für eine Stimme. Es war einfach unglaublich. Das Ganze fand in einem alten Theater statt, was nicht nur einfach schon ein toller Veranstaltungsort ist, sondern auch die Füße zum Beifall animiert – könnt ihr euch vorstellen, was man für einen Lärm mit 5.000 Füßen machen kann? Und die Franzosen sind echt nicht sparsam mit Applaus! Das schon 19.30Uhr die Vorband Vampire Weekend (brachten ordentlich Stimmung – empfehlenswert) anfing, verkürzte die Wartezeit (bin erst 19Uhr aufgeschlagen) und ersparte mir die Heimreise mit den Nachtbussen. Oben ein paar Bilder, damit ihr euch das Ganze besser vorstellen könnt (1. LaCigale, der Ort des Geschehens, 2. Vampire Weekend, 3. die Meister selbst).